Elektroautos in der Carrosserie – Besonderheiten bei Karosserie- und Lackarbeiten

Elektroautos stellen Carrosserie-Betriebe vor neue Herausforderungen. Hochvoltsysteme, spezielle Materialien und veränderte Fahrzeugstrukturen erfordern besonderes Fachwissen. Erfahren Sie, worauf es bei der Reparatur von Elektrofahrzeugen ankommt und warum Carrosserie Spritzwerk Marty in Wangen SZ der richtige Ansprechpartner ist.

Elektroautos in der Carrosserie – Besonderheiten bei Karosserie- und Lackarbeiten

Elektroautos auf dem Vormarsch – auch in der Werkstatt

Elektrofahrzeuge sind längst keine Ausnahme mehr auf Schweizer Strassen. Immer mehr Autofahrer in der Region Obersee und Kanton Schwyz fahren elektrisch – und früher oder später benötigt auch ein Elektroauto eine Karosserie- oder Lackreparatur. Ein Parkschaden, ein Hagelschaden oder ein Unfall machen vor dem Antriebskonzept keinen Halt.

Was viele nicht wissen: Die Reparatur eines Elektroautos unterscheidet sich in mehreren wichtigen Punkten von der eines konventionellen Fahrzeugs. Wer als Carrosserie-Betrieb hier nicht auf dem neuesten Stand ist, riskiert nicht nur schlechte Ergebnisse – sondern im schlimmsten Fall ernsthafte Sicherheitsrisiken.

Hochvoltsystem – die grösste Besonderheit bei Elektroautos

Das Herzstück jedes Elektroautos ist das Hochvoltsystem mit Spannungen von 400 bis über 800 Volt. Das ist deutlich mehr als die 12 Volt eines konventionellen Fahrzeugs – und stellt höchste Anforderungen an Sicherheit und Fachkenntnis.

Was das für die Karosseriearbeit bedeutet:

  • Vor jeder Reparatur muss das Fahrzeug fachgerecht spannungsfrei geschaltet werden
  • Arbeiten in der Nähe von Batteriemodulen, Kabeln und Hochvoltkomponenten erfordern spezielle Schutzausrüstung
  • Nicht jede Richtbank oder Schweissvorrichtung ist für Elektrofahrzeuge geeignet
  • Nach der Reparatur muss das System sicher wieder in Betrieb genommen werden

Ein falsch abgesichertes Hochvoltsystem kann lebensgefährlich sein. Deshalb ist zertifiziertes Fachwissen beim Umgang mit Elektrofahrzeugen keine Option – sondern Pflicht.

Neue Materialien, neue Herausforderungen

Moderne Elektroautos bestehen häufig aus einer Kombination verschiedener Materialien: Aluminium, hochfeste Stähle, Kohlefaser (CFK) und Kunststoffverbünde. Diese Materialien wurden gewählt, um das höhere Gewicht der Batterien zu kompensieren und die Reichweite zu maximieren.

Warum das die Reparatur beeinflusst:

Aluminium lässt sich nicht einfach wie Stahl richten. Es reagiert anders auf Wärme und erfordert spezielle Richt- und Schweissverfahren sowie getrennte Arbeitsbereiche, um Kontaktkorrosion zu vermeiden.

Hochfeste Stähle können nach einer Verformung nicht einfach zurückgebogen werden – sie verlieren dabei ihre Struktureigenschaften. Oft müssen betroffene Teile ersetzt statt gerichtet werden.

CFK und Verbundwerkstoffe sind bei Beschädigungen besonders anspruchsvoll. Risse oder Delaminierungen sind oft unsichtbar und erfordern spezielle Diagnosemethoden.

Lackierung bei Elektroautos – was ist anders?

Auf den ersten Blick scheint die Lackierung eines Elektroautos ähnlich wie bei jedem anderen Fahrzeug. In der Praxis gibt es jedoch wichtige Unterschiede:

Temperatursensitive Komponenten

Viele Elektrofahrzeuge haben Kunststoffteile, Sensoren und Elektronikkomponenten in unmittelbarer Nähe zur Karosserie. Lackierkabinen arbeiten mit Temperaturen von bis zu 80 Grad – das kann empfindliche Bauteile beschädigen, wenn sie nicht vorher fachgerecht ausgebaut oder abgeschirmt werden.

Kalibrierung von Fahrassistenzsystemen

Moderne Elektroautos sind vollgepackt mit Sensoren, Kameras und Radarsystemen – für Spurhalteassistenten, Notbremssysteme und Einparkhilfen. Nach jeder Karosserie- oder Scheibenreparatur müssen diese Systeme neu kalibriert werden. Ohne korrekte Kalibrierung funktionieren die Sicherheitssysteme nicht zuverlässig.

Spezielle Lacksysteme

Viele Hersteller setzen bei Elektroautos auf besondere Lackqualitäten und Farbtöne – darunter zunehmend matte Oberflächen und Spezialeffektlacke. Die exakte Farbabstimmung und Verarbeitung erfordert Erfahrung und hochwertige Materialien.

Batterieschäden nach einem Unfall – was tun?

Ein Thema, das bei Elektroautos besondere Aufmerksamkeit verdient: der Zustand der Hochvoltbatterie nach einem Unfall. Selbst wenn die Karosserie nur leicht beschädigt wirkt, kann die Batterie intern betroffen sein.

Worauf zu achten ist:

  • Beschädigungen am Batteriegehäuse oder den Zuleitungen müssen sofort professionell beurteilt werden
  • Eine beschädigte Batterie kann sich selbst entzünden – auch noch Stunden nach dem Unfall
  • Die Versicherung benötigt in solchen Fällen eine fachkundige Schadensdokumentation
  • Nicht jede Batterie muss ersetzt werden – eine genaue Diagnose klärt den tatsächlichen Schaden

Carrosserie Spritzwerk Marty – vorbereitet für die Zukunft

Bei Carrosserie Spritzwerk Marty in Wangen SZ sind wir auf die Anforderungen moderner Fahrzeuge vorbereitet. Wir bilden uns kontinuierlich weiter, investieren in die richtigen Werkzeuge und arbeiten nach den aktuellen Herstellerstandards – damit Ihr Elektroauto nach der Reparatur genauso sicher und makellos ist wie vor dem Schaden.

Von der ersten Schadensbegutachtung über die Versicherungsabwicklung bis zur finalen Qualitätskontrolle begleiten wir Sie durch den gesamten Prozess. Mit über 20 Jahren Erfahrung, 5 Jahren Garantie auf alle Karosserie- und Lackarbeiten und einem erfahrenen Team sind Sie bei uns in den besten Händen – egal ob Verbrenner, Hybrid oder vollelektrisch.